Ingrid Hora

Ingrid Hora ist eine visuelle Künstlerin, die 1976 in Bozen, Italien, geboren wurde und in Berlin lebt und arbeitet. In ihrer multidisziplinären künstlerischen Produktion, die von performativen Interventionen, Installation, Zeichnung bis hin zu Video und Fotografie reicht, inszeniert Hora Experimente, die sozio-politische Bedingungen in Frage stellen, Kollektivität herausfordern und die Art und Weise, wie demokratische Prozesse zustande kommen.

Oft ausgehend von sehr kontextspezifischen Kenntnissen, lokal verwurzelten Traditionen oder historischen Wendepunkten, entwickelt Ingrid Hora künstlerische Interventionen, die neue temporäre Netzwerke etablieren, indem sie kollektive Momente des Miteinanders schaffen. Objekte, Zeichnungen oder skulpturale Elemente sind die Requisiten für kollektive performative Interventionen – oft im öffentlichen Raum inszeniert – die die Künstlerin durch eine Reihe von grundlegenden Anweisungen orchestriert.

Die Frage nach dem menschlichen Teil eines Kollektivs und seinem Eifer, außerhalb seines individuellen Bereichs zu agieren, und wie ein Kollektiv außerhalb seines gemeinsamen Kontextes agiert, wenn eine Reihe von Normen zusammenbricht, steht im Mittelpunkt vieler von Ingrid Horas Projekten. Der künstlerische Prozess selbst ist oft ein kollektiver Schöpfungsakt, in dem die Künstler*innen den Dialog mit anderen Disziplinen wie Tanz, Literatur oder Musik suchen.