Mi.., 5. – Fr.., 7. August 2026
Paul Steinbrück von POOL IS COOL für Flussbaden Bozen-Bolzano
Public Program von SIT-PLU
Demnächst
Lungomare startet Flussbaden – ein offenes Kollektiv für alle Interessierten, das die Flüsse Bozens als gemeinschaftlich genutzte Räume und als Orte zum Schwimmen in den Blick nimmt.
Das erste Treffen findet am 5. und 6. August statt. Dazu haben wir den Architekten und Mitbegründer von POOL IS COOL, Paul Steinbrück, eingeladen. Er wird seine Erfahrungen und das Wissen der Organisation aus Bruxelles mit uns teilen, die sich seit 2016 dafür einsetzt, das Schwimmen im Freien wieder stärker im urbanen Alltag zu verankern.
Gemeinsam wollen wir darüber nachdenken, welche Prozesse den Fluss zu einem öffentlichen Raum machen können, der bewusst genutzt und gestaltet wird – einem Ort, den man erleben und zu dem man in Beziehung treten kann. Im Mittelpunkt steht das Austarieren von Freiheit und Risiko sowie der Dialog zwischen individueller und kollektiver Verantwortung und zwischen privatem und öffentlichem Raum.
Wenn ihr am Flussbaden teilnehmen oder mehr darüber erfahren möchtet: info@lungomare.or
Paul Steinbrück ist ein in Brüssel lebender deutscher Architekt und Mitinitiator von Pool is Cool, einer NGO, die sich für die Wiederbelebung des Freischwimmens in Brüssel einsetzt. Seine Arbeit untersucht die Rolle des Architekten als Aktivist und verbindet praktisches Entwerfen und Bauen mit Forschung und öffentlicher Debatte. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf gesellschaftlichen Fragen rund um Nachhaltigkeit und Ökologie, Inklusion und Machtstrukturen.
Seit 2024 ist er zudem als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Architektur der KU Leuven tätig. Im Jahr 2026 stieß er als Berater zum deutschen Ingenieurbüro Polyplan, wo er die Entwicklung von Freibadeprojekten mit Schwerpunkt auf urbanen Naturbädern begleitet.
In seiner Lehr- und Forschungstätigkeit untersucht er, wie diese Themen die Gestaltung von und im öffentlichen Raum prägen können. Dabei regt er zu einer kritischen Reflexion über die sozialen Auswirkungen von Architektur an sowie darüber, wie räumliche Interventionen das städtische Leben und die Gemeinschaftsbeziehungen formen. Paul studierte in Deutschland und Finnland und arbeitete bei Sauerbruch Hutton in Berlin sowie 51N4E in Brüssel, neben kleineren unabhängigen Projekten, bevor er seinen Schwerpunkt auf selbstinitiierte, aktivistische Arbeit verlegte.