FLUX – Flux Kinooo Night
A long night by the Isarco River dedicated to films
Flux Kinooo Night war eine lange und stimmungsvolle Nacht am Ufer des Eisacks, kuratiert von Daniel Mazza, Emanuele Vernillo und Georg Zeller. Ganz dem Kino, der Reflexion und der kollektiven Vorstellungskraft über das Leben entlang von Flüssen – in Italien wie weltweit – gewidmet, entfaltete sich das Programm durch Kurzfilme, Filmgespräche und kuratierte Regiearbeiten. Die Flusslandschaft wurde zur lebendigen Kulisse für Erzählungen, die Natur, Gesellschaft und Politik miteinander verbanden und die Komplexität der vom Wasser geprägten Gebiete sichtbar machten.
Eingebettet in die Atmosphäre des Eisacks begann das Programm am 30. August 2025 um 20 Uhr mit die musikalischen Performance 25-String Koto der japanischen Musikerin Karin Nakagawa. Um 21 Uhr folgte die Bozner Premiere des Films Nel tempo di Cesare von Angelo Loy, der im Anschluss an die Vorführung zu einem Gespräch mit dem Publikum einlud. Sein über zwanzig Jahre hinweg entlang des Tiber entstandenes Filmprojekt bot einen tiefgehenden und menschlichen Einblick in das Leben am Fluss und die Veränderungen, die dieser im Laufe der Zeit erfahren hat.
Die Nacht ging bis Mitternacht weiter mit einer Auswahl internationaler Kurzfilme. Danach folgten die nächtlichen Filmvorführungen von Angeschwemmt und A River Runs, Turns, Erases, Replaces – Werke, die Flusslandschaften auf poetische wie politische Weise eindrucksvoll in Szene setzten. Bei Tagesanbruch endete das Programm mit einem musikalischen Morgengruß von Stefano Bernardi, begleitet von einem gemeinsamen Frühstück.
Der Veranstaltungsort wurde durch Urban Freestyle Objects (UFO) transformiert – eine Reihe ortsspezifischer Installationen des Designkollektivs OfficineVandale. In einem Ansatz, der Design und Nachhaltigkeit vereint, erkundete das Kollektiv die urbane Umgebung mit dem Fahrrad, sammelte weggeworfene Materialien und verwandelte sie direkt vor Ort in funktionale Objekte für die Nacht.
Die kulinarische Begleitung übernahm Crumb Collective, das mit dem Projekt Good Night Food die gesamte Nacht hindurch Snacks anbot. Dieses nachhaltige Küchenkonzept verwendet überschüssige Lebensmittel zur Zubereitung gemeinschaftlicher Mahlzeiten und lädt dazu ein, über Lebensmittelverschwendung und Wiederverwertung nachzudenken.
Visuelle Identität
Das visuelle Design spielt mit dem Kontrast zwischen materiellen Zeichen und Lichtstrahlen, die im Dunkeln erscheinen und verblassen wie Projektionen. Licht ist nicht nur ein ästhetisches Element, sondern ein narratives Werkzeug, das Leinwand, Landschaft und Publikum miteinander verwebt. Die Lichtstrahlen erinnern an Filmprojektoren, durchbrechen die Dunkelheit und lenken den Blick, um sich zu bewegen, zu entdecken und sich in den visuellen Geschichten und immersiven Szenarien zu verlieren.
Die schwarze Typografie des Events verhält sich wie ein lebendiges visuelles Element: sie taucht auf und verschwindet, tritt in der Nacht hervor oder verschmilzt mit der Dunkelheit wie ein Zeichen, das aus der Leere emporsteigt. Sie ist niemals statisch: ihre Präsenz wird als Teil des Lichts selbst wahrgenommen, eine typografische Bewegung, die mit Raum, Projektionsstrahlen und Momenten kollektiver Betrachtung in Dialog tritt.
Jahr
2025
Ein Projekt von
Lungomare
Als Teil von
FLUX – River interventions and explorations
Kuratiert von
Daniel Mazza, Emanuele Vernillo e Georg Zeller
In Zusammenarbeit mit
FAS – Film Association South Tyrol
Ort
Bolzano, Bozen
Grafikdesign
Lungomare (Chiara Cesaretti, Michela Manenti)
Produktion
Lungomare (Paola Boscaini, Elisa Del Prete, Daniele Lupo)
Künstler*innen
Stefano Bernardi, Angelo Loy, Karin Nakagawa
Fotodokumentation
Elisa Cappellari
Mit
OfficineVandale, Crumb Collective
Als Teil von
Autonome Provinz Bozen – Kulturabteilung, Stadt Bozen – Kulturamt, Autonome Region Trentino-Südtirol